Gesund essen – so kommen Kinder auf den guten Geschmack

Obst und Gemüse? Nein, danke! Lieber Pizza, Pasta und Pommes – und dazu bitte eine Cola. Kinder haben eigene Vorstellungen, wenn es um ihre Ernährung geht und zum Leidwesen ihrer Eltern oft eine besondere Vorliebe für Süßes, Salziges und Fettiges. Das hat mehrere Ursachen: „Süß“ wurde uns z.B. als Lieblingsgeschmacksrichtung praktisch in die Wiege gelegt, während anderes eine Frage der Gewöhnung ist und „erlernt“ werden muss. Dabei sind die Eltern gefragt!
 

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Geschmacksbildung

Je früher Kinder an eine gesunde Lebensmittelvielfalt herangeführt werden, desto breiter wird das Spektrum der Nahrungsmittel sein, die Kinder kennen und mögen. Auch wenn anfangs vieles abgelehnt wird, sollten Eltern ihren Kindern ohne Zwang und Druck weitgehend frische, natürliche und gesunde Produkte anbieten und ihnen genug Zeit einräumen, um auf den Geschmack zu kommen.

Vorbild, Geduld und Konsequenz

… so heißen die wichtigsten Zutaten, um Kinder für eine vollwertige, gesunde Kost zu begeistern.

Vorbild: Kinder lernen durch Nachahmung – auch beim Essen. Eltern, die einen gesunden Lebens- und Ernährungsstil vorleben, schaffen somit die besten Voraussetzungen für die späteren gesundheitsfördernden Ernährungsgewohnheiten ihrer Kinder.

Geduld: Manchen Kindern schmeckt´s vielleicht erst beim zehnten Versuch. Wissenschaftler nennen das Neophobie, die Angst vor Neuem. Erst im Alter von etwa 10 Jahren nimmt das Phänomen wieder ab – und da sind unsere Ernährungsmuster schon relativ festgelegt.

Gelassenheit und Konsequenz: Druck, Verbote, Vorschriften und Vorträge über gesundes bzw. ungesundes Essen wirken kontraproduktiv.

Besser: Gelassen bleiben, aus dem Essensthema kein Familienschlachtfeld machen, die Autonomie der Kinder akzeptieren und ihnen auch mal „ungesunde“ Wünsche erfüllen – prinzipiell aber auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und eine positive Familien-Esskultur setzten!

Gesunde Aussichten

Auch wenn die Geschmackserziehung manchmal Zeit und Nerven kostet, ihr Kind durch Phasen einseitiger Ernährung geht (Nudeln-ohne-alles) oder plötzlich wieder ganz andere Vorlieben entwickelt – am Ball bleiben lohnt sich auf jeden Fall! Denn langfristig essen Kinder bevorzugt Sachen, die sie kennen und gewohnt sind. Die während der Kindheit ausgebildeten Gewohnheiten und Vorlieben halten dabei oft ein Leben lang. Wer bereits als Kind von seinen Eltern gelernt hat, dass gesundes Essen wichtig ist und dass man sich dafür Zeit nehmen muss, der wird auch als Erwachsener eine gute Esskultur pflegen und davon vielfach profitieren.

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